|
Gründung am
28.6.1911 als FC Teutonia Detmold.
Es
war der 1. Detmolder Fußballclub. Bereits in der Saison 1912/13 errang
man die 1. Lippische Bezirksmeisterschaft. Im 1. Weltkrieg kam der
Fußballsport fast gänzlich zum Erliegen. Danach erlebte der Rasensport
ungeahnten Aufschwung. Die Vorkriegsvereine schlossen sich zum Verein
für Bewegungsspiele VfB Detmold zusammen. Neben Fußballsport wurde auch
Leichtathletik betrieben und am 7.Juli 1925 mit den Hermannskampfspielen
eine überregionale Veranstaltung durchgeführt. Am 21.Mai 1933 weihte man
einen neuen Sportplatz an der Arminstrasse ein, der für viele Jahre zum
Mittelpunkt zahlreicher sportlicher Aktivitäten wurde. Die "unseligen
Zeit" dem der Fußballsport durch politische Einflüsse und Ereignisse in
den Jahren von 1933 bis 1945 ausgesetzt war, ist es zuzuschreiben was
einige Jahre später Sportgeschichte für Detmold und auch für Lippe
werden sollte. Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges kam der Fußballsport im
"VfB Detmold" gänzlich zum Erliegen. Ab Kriegsbeginn war für viele
Vereine die Aufstellung einer kompletten Mannschaft schwierig. Soldaten
durften automatisch am Ort ihrer Einberufung spielen. Von dieser Regel
profitierten viele vormals eher schwächere Mannschaften, so z. B. auch
Wilhelmshaven 05. In der mit zahlreichen Marinesoldaten besetzten Elf
spielte der spätere TSV-er Kurt Leichner neben Spielern wie dem
71-fachen Nationalspieler Paul Janes von Fortuna Düsseldorf. Der Wechsel
zu einem anderen Verein wurde Spielern ab 1942 untersagt. Es wurden
Soldatenmannschaften aufgestellt. Einflussreiche Vorgesetzte bemühten
sich um junge begabte und auch um prominente Spieler. In der von 1940
bis 1943 bestehenden "Pariser Soldatenelf" spielte Hans Kampe (ab Ende
1945 beim TSV Detmold) zusammen mit dem legendären Fritz Walter. Fritz
Walter wechselte 1943 zu den "roten Jägern", die bald zu den besten
deutschen Mannschaften in den Kriegsjahren zählten. Einige Spieler
dieser spielstarken Mannschaften und andere hervorragende Spieler
formierten sich in einem englischen Gefangenenlager zu einer
erfolgreichen Elf. Ihr wurde erlaubt, auch gegen deutsche
Vereinsmannschaften zu spielen. Nach ihrer Verlegung nach Detmold
stellten sie den Kern der "Rot-Weißen Falken"

1945 wurde unter Kontrolle der Militärregierung der " VfB Detmold" als
Turn und Sportverein, "TSV Detmold" wieder zum Spielbetrieb zugelassen.
1946 schlossen sich die "Falken" dem "TSV Detmold" an, das war der
Beginn der großen Detmolder Fußballepoche. Die bekannt gewordenen
Erfolge wirkten wie ein Magnet und Detmold wurde zur "Sammelstelle"
weiterer erstklassiger Fußballspieler, die auch teilweise aufgrund der
Kriegsauswirkungen (z. B. Vertreibung) einen neuen Anfang suchten. Dass
der Fußballsport einmal einen solchen Aufschwung und besonders in
Detmold zigtausende Zuschauer anziehen würde, hatte bei der Gründung des
ersten Detmolder Fußballclubs "Teutonia Detmold" im Jahre 1911 keiner
erwartet.
Höhepunkt war sicherlich die Erringung der Westdeutschen
Fußballamateurmeisterschaft in einem denkwürdigen Entscheidungsspiel vor
14000 Zuschauern unter den Pinneichen am 10.Juni 1950, das der TSV
Detmold mit 5:1 gegen Wuppertal-Cronenberg gewann.
In
der Folgezeit wurden immer mehr Ligen gegründet, es entwickelte sich der
Lizenz- und Vertragsfußball, und größere Vereine kauften die Spieler
auf. Hier konnte der relativ kleine TSV Detmold finanziell nicht
mithalten und sackte mit seiner 1. Fußballmannschaft bis in die
Bezirksliga ab. Im Spieljahr 73/74 gelang aber der Aufstieg in die
Landesliga in der man sich mit wechselndem Erfolg bis zum Spieljahr
1988/89 behauptete. Am Ende der Spielzeit hieß es wieder Abschied nehmen
von der Landesliga und den Gang in die Bezirksliga antreten. Es endete
auch die glorreiche Zeit, in der die 1.Mannschaft in der Landesliga, die
2. in der Bezirksliga und die 3. in der Kreisliga A antraten. Einen
Einbruch erlitt auch die bis dahin erfolgreiche Jugendarbeit mit der
Abmeldung der A Jugend. In den folgenden Jahren kam es aus Mangel an
Betreuern zum Zusammenbruch der Jugendabteilung. Viele hoffungsvolle
Talente wanderten zu Nachbarvereinen ab. Mit viel Geduld und Engagement
einzelner Vereinsmitglieder gelang es langsam eine neue Jugendabteilung
aufzubauen, sodass der TSV Detmold jetzt wieder über eine Mini-Kicker,
eine F7-, eine E7-, eine D11, eine C- und eine B-Jugend verfügt. In der
Saison 1999/2000 erfolgte nach über zehn Jahren der Wiederaufstieg in
die Landesliga. Leider wurde nur ein kurzes Gastspiel daraus. Nachdem
man im ersten Jahr noch einen guten Platz im Mittelfeld belegen konnte,
kam im zweiten Jahr der Niedergang. Man mußte zurück in die
Bezirksklasse. Es erfolgte ein kompletter Umbruch in der
Seniorenabteilung viele neue Spieler mußten integriert werden und auch
ein neuer Trainer stellte sich dem Neuaufbau. In der Saison 2002/2003
verpasste die neu formierte Mannschaft knapp den Klassenerhalt der
Bezirksliga. Eine Wiederholung der Jahreshauptversammlung von 2003 wurde
erforderlich, da sich in der ersten Versammlung kein Vorstand fand. Erst
im zweiten Anlauf im April stellten sich Frank Krüger für den Posten des
Hauptgeschäftsführer und Kassierer zur Verfügung, Lothar Schönfisch
wurde Fußballobmann. Die beiden Vorsitzenden, Dr. Klaus Meyer-Ahrens und
Ingrid Maier ließen sich darauf wiederwählen. Zunächst startete der
Vorstand ganz elanvoll. Neue Besen kehren gut, aber nicht alle
Mitglieder waren damit einverstanden. Als zum Sommer 2004 ein neuer
Trainer geholt wurde, gelang es nicht eine qualitativ starke erste
Mannschaft zu formen. Die Reserve des TSV Detmold wurde total
vernachlässigt. Es gab nicht einmal einen Trainer für diese Mannschaft.
Nach dem Rücktritt des Fußballobmanns entwickelten sich Zwistigkeiten in
der ersten Mannschaft, die mit dem Trainer überhaupt nicht klar kamen.
Scharenweise verließen uns Spieler in der Winterpause 2004/05 und Frank
Krüger warf ebenfalls das Handtuch. Als der Verein mit der Entlassung
des Trainers die Notbremse zog, war es zu spät mit der verbliebenen
Truppe den Klassenerhalt zu realisieren. es kam zum Sturz in die
Kreisliga B.
Inzwischen spielt die erste Mannschaft wieder in der Kreisliga
A. Der Aufstieg gelang ein Jahr vor dem 100. Geburtstag des TSV Detmold
im Jahr 2010. Entscheidend für diese Entwicklung war auch, dass
der TSV eine eigene A-Jugend aufbauen konnte.
Ein herber Rückschlag für
den Verein ist die Vergabe des Kunstrasenplatzes durch die Stadt an
einen anderen Verein.
Dennoch hoffen wir,
dass die Chronik hier nicht endet.
Seit 1994 ist im TSV Detmold eine Herzsportgruppe aktiv. Sie gliederte
sich aus der VSG Detmold aus und war die erste und ist die größte
Herzsportgruppe in Detmold mit erfahrenen Übungsleitern unter ständiger
ärztlicher Überwachung der Teilnehmer. Im Jahr 2004 konnte wir auch
noch eine Sehbindertengruppe, die Torball spielen mit aufnehmen.
|